KONF.6.1.2 — Isolierung von Anwendungen

KANN Security level: erhöht Effort 5 BSI-Stand-der-Technik-Kernel

Sub-control of KONF.6.1

Statement (Anforderung)

Konfiguration für IT-Systeme KANN die Isolierung von bestimmten Anwendungen aktivieren.

Guidance (Erläuterung)

Die Isolation von Anwendungen (auch Kapselung oder Application Sandboxing genannt) dient dazu, die Angriffsfläche eines Systems zu reduzieren und die Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit kritischer Komponenten besser zu schützen. Durch eine klare Trennung der Anwendungs- und Systemprozesse und von deren Ressourcenzugriffen (Netzwerk, Datei‑ oder Geräte‑I/O) kann eine kompromittierte Applikation nicht unbegrenzt auf weitere Systemressourcen zugreifen, sondern ist auf genau definierte Schnittstellen beschränkt. Bestimmte Anwendungen meint hier, dass konkret festgelegt wird, welche Anwendungen konkret isoliert ausgeführt werden. Dies ermöglicht es, Fehlfunktionen oder Angriffe einzudämmen, Schadsoftware leichter zu erkennen und Verantwortlichkeiten einzelner Module transparent zu halten. Dies kann z.B. durch Containerisierung oder eine Microservice-Architektur, in der jede Komponente nur über REST- oder Message-Queue-Schnittstellen kommuniziert umgesetzt werden. Auch klassische Virtualisierung (Gastsysteme mit Hypervisor) oder Betriebssystemfunktionen wie SELinux/AppArmor‑Profile und chroot‑Jails zählen dazu, weil sie Applikationen auf genau festgelegte Ressourcen beschränken. Im Kontext der Containerisierung empfiehlt es sich ebenfalls eine feste Zuordnung von Containern zu Container-Hosts vorzunehmen.

Tags: Produktbeschreibung
Statement properties
NameValue
target_object_categories IT-Systeme
documentation Konfigurationshistorie
result die Isolierung
result_specification von {{bestimmten Anwendungen}}
action_word aktivieren
modal_verb KANN
Control properties
NameValue
alt-identifier d380c6d8-1ab0-4e4b-bcca-2e620b40d934
sec_level erhöht
effort_level 5
tags Produktbeschreibung
Parameters
IDLabelValues
konf.6.1.2-prm1 bestimmten Anwendungen
Raw OSCAL JSON (complete control)
{
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      "name": "statement",
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        {
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          "value": "die Isolierung"
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          "value": "von {{bestimmten Anwendungen}}"
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        {
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          "value": "KANN"
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      "prose": "Konfiguration für IT-Systeme KANN die Isolierung von {{ insert: param, konf.6.1.2-prm1 }} aktivieren."
    },
    {
      "id": "KONF.6.1.2_gdn",
      "name": "guidance",
      "prose": "Die Isolation von Anwendungen (auch Kapselung oder Application Sandboxing genannt) dient dazu, die Angriffsfläche eines Systems zu reduzieren und die Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit kritischer Komponenten besser zu schützen. Durch eine klare Trennung der Anwendungs- und Systemprozesse und von deren Ressourcenzugriffen (Netzwerk, Datei‑ oder Geräte‑I/O) kann eine kompromittierte Applikation nicht unbegrenzt auf weitere Systemressourcen zugreifen, sondern ist auf genau definierte Schnittstellen beschränkt. Bestimmte Anwendungen meint hier, dass konkret festgelegt wird, welche Anwendungen konkret isoliert ausgeführt werden. Dies ermöglicht es, Fehlfunktionen oder Angriffe einzudämmen, Schadsoftware leichter zu erkennen und Verantwortlichkeiten einzelner Module transparent zu halten. Dies kann z.B. durch Containerisierung oder eine Microservice-Architektur, in der jede Komponente nur über REST- oder Message-Queue-Schnittstellen kommuniziert umgesetzt werden. Auch klassische Virtualisierung (Gastsysteme mit Hypervisor) oder Betriebssystemfunktionen wie SELinux/AppArmor‑Profile und chroot‑Jails zählen dazu, weil sie Applikationen auf genau festgelegte Ressourcen beschränken. Im Kontext der Containerisierung empfiehlt es sich ebenfalls eine feste Zuordnung von Containern zu Container-Hosts vorzunehmen."
    }
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  "props": [
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      "name": "alt-identifier",
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      "name": "tags",
      "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/tags.csv",
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  "title": "Isolierung von Anwendungen"
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